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Biodiversity Impact Assessment

Biodiversity Impact Assessment erlaubt die Adressierung von Biodiversität in der Ökobilanz. Prozesse, die eine gewisse Fläche beanspruchen, beeinflussen die Biodiversität auf dieser Fläche (und ggf. darüber hinaus). Diese Wirkung lässt sich mit Biodiversity Impact Assessment quantitativ abbilden. Die Methode fügt sich ein in den durch internationale Harmonisierungsprozesse gesetzten Rahmen (UNEP-SETAC Life Cycle Initiative).

Eingangsdaten für die Berechnung der Biodiversitätswirkung eines gegebenen Prozesses sind

Insgesamt werden pro Prozess etwa fünf bis zehn Parameter erhoben, aus denen mit Hilfe eines regional spezifischen Rechenmodells der Biodiversitätswert der beanspruchten bzw. beeinflussten Fläche berechnet wird. Aus dem Vergleich mit einem ebenfalls regional spezifischen Referenz-Biodiversitätswert ergibt sich die Wirkung des landnutzenden Prozesses auf die Biodiversität.

Für Ökobilanz-Profis: Es wird die Biodiversität als Qualität eines gegebenen Flächenelements berechnet. Dieser dient als Eingangsgröße für das Land Use Framework der UNEP-SETAC Life Cycle Initiative. Außerdem ergibt sich aus der Methode ein Referenzwert für die Biodiversität des Flächenelements. Die Wirkung eines landnutzenden Prozesses wird gemäß dem Land Use Framework berechnet, indem die Differenz der Biodiversitätswerte im Referenzzustand und im Nutzungszustand mit der beanspruchten Fläche und der Zeit der Beanspruchung multipliziert wird.

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Dipl.-Ing. Jan Paul Lindner

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